Annemarie Ruff, Rita Hümpel, Lisbeth Trojak, Anni Böhme, Annemarie Marahrens, Lieschen Opermann, Jutta Barnisch, Gertrud Kiesel, Christel Jensen und Horst Fischer vorne, von links) aus dem Johanniter-Stift freuen sich über den ersten Platz beim Wettbewerb „Darum bin ich hier Zuhause“. Marlies Stoos und Inge Brünig belegen den zweiten Platz (hintere Reihe, rechts). Mit den Gewinnern freuen sich die Initiatoren und Juroren des Wettbewerbs. Fotos: Hüsing
27. November 2014

Gemeinschaftswerk überzeugt

Dreiköpfige Jury kürt Gewinner des Wettbewerbs „Darum bin ich hier zu Hause“

Von Kim Hüsing

GRONAU. Collagen, Gedichte, Fotobände: Im Rahmen des Wettbewerbs „Darum bin ich hier zu Hause“ sind ganz unterschiedliche Beiträge bei den Initiatoren eingegangen. „Es hätten ruhig mehr als diese acht Einsendungen sein dürfen. Aber ich finde es toll, dass die Frage doch einige beschäftigt hat“, begrüßte Andreas Benke die Jurymitglieder und Gewinner des Wettbewerbs im Aufenthaltsraum des Johanniter-Stifts in Gronau.

 

Als Quartiermanager der Kreiswohnbau Hildesheim und Leiter des Johanniter-Nachbarschaftstreffs in Gronau hört er oft bei den Gesprächen eine negative Grundstimmung heraus: „Die häufigsten Themen sind Krankheit, Politik und was es früher doch alles Tolles gegeben hat, das jetzt nicht mehr da ist.“ Dabei sei es an den Bewohnern des ländlichen Bereichs, diesen mitzugestalten. „Es reicht nicht, wenn die Politik Konzepte strickt. Jeder muss sich diese Frage stellen und sein Augenmerk darauf richten, was Gonau ausmacht“, nannte Andreas Benke noch einmal den Grundgedanken, der ihn zu dem Wettbewerb „Darum bin ich hier zu Hause“ verleitet hat.

 

Thorsten Renken, Dienststellenleiter der Johanniter-Unfall-Hilfe in Hildesheim, Jens Frühauf, Vorsitzender des Kultur- und Sportausschusses, und Hans-Werner Flink von der Kreiswohnbau haben als Jurymitglieder die eingereichten Beiträge gesichtet und die Gewinner ausgelobt. „Die Juroren hatten Probleme, sich zu entscheiden, deshalb gibt es zwei zweite Plätze, keinen dritten“, sagte Benke kurz bevor er zur Preisverleihung kam.

 

Marlies Stoos aus Banteln hat ein Fotobuch eingereicht. Auf die Frage, wie es dazu kam, sagte die gebürtige Berlinerin: „Ich wollte meinem Mann zeigen, dass es in Banteln noch mehr gibt als den Sportplatz.“

 

Auch Inge Brünig hat sich mit ihrem Wohnort auseinandergesetzt und eine Liebeserklärung an Eime eingereicht. „Aus einem jungen Eimer ist ein alter geworden. Ich bin in Eime geboren und nie weggezogen. Für den Wettbewerb habe ich versucht, das Eime zu zeigen, das ich jeden Tag auf dem Spaziergang mit meinem Hund zu sehen bekomme“, erzählte die Preisträgerin. Marlies Stoos und Inge Brünig dürfen sich jeweils über 150 Euro freuen, die die Kreiswohnbau für die beiden zweiten Plätze ausgelobt hat. Besondere Freude kam anschließend bei den Gewinnern des Wettbewerbs auf. Eine Gruppe der Bewohner des Johanniter-Stifts hat sich mittels einer Collage Gedanken gemacht, was ihnen Gronau als Zuhause bedeutet. „Die älteren Menschen, die hier wohnen, haben sich gemeinsam hingesetzt“, lobte Andreas Benke insbesondere den Gemeinschaftsgedanken.

 

Hans-Werner Flink überreichte das Preisgeld von 300 Euro an Stephanie Eberling vom Sift. Auch Samtgemeindebürgermeister Rainer Mertens fand das Ergebnis interessant. „Das zeigt, dass die Einwohner sich mit ihren Orten identifizieren. Die Samtgemeinde ist letztendlich ein Verwaltungskonstrukt. Es hat sich auch in den Gesprächen zur Fusion gezeigt, dass den Menschen ihr Wohnort wichtig ist“, bewertet er die Einsendungen aus den Mitgliedsgemeinden durchweg positiv.

 

Quelle: Leine Deister Zeitung, 27. November 2014

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