Im Sommer verlassen die letzten Schüler das Georg-Sauerwein-Schulgebäude. Dann steht das Bauwerk leer. Der Landkreis Hildesheim will es als Eigentümer nun zum Verkauf anbieten.
08. April 2014

„Es muss wirklich alles stimmen“

Kreiswohnbau sagt Projekt offiziell ab / Landkreis Hildesheim hat keine weiteren Interessenten für Schulgebäude

GRONAU � Vor rund einem Jahr hat die Kreiswohnbau Hildesheim Interesse bekundet, am Standort der derzeitigen Georg-Sauerwein-Schule Möglichkeiten für betreutes Wohnen zu schaffen. Nun aber ist das Vorhaben vom Tisch.

 

„Wir haben das Projekt offiziell abgesagt“, informiert Geschäftsführer Matthias Kaufmann. Zwar habe die Kreiswohnbau nach wie vor Interesse, ein derartiges Projekt in der Leinestadt zu realisieren, doch: „Es muss wirklich alles stimmen“, teilt er mit. Das Gelände der Georg-Sauerwein-Realschule sei eingehend geprüft worden – mit dem Ergebnis: Aus geografischen Gründen lasse sich ein betreutes Wohnen dort nicht realisieren. „Aber wir beobachten weiter den Markt“, betont Matthias Kaufmann und freut sich vor diesem Hintergrund über den „guten Draht“ zur Samtgemeinde Gronau.

 

„Es ist natürlich bedauerlich“, reagiert Verwaltungschef Rainer Mertens auf das Scheitern des Projekts: „Aber wir müssen dies akzeptieren.“ Die Stadt Gronau ist Angaben von Rainer Mertens zufolge mit dem Vorschlag, auf dem Schulgelände ein Betreutes Wohnen zu errichten, an den Landkreis Hildesheim als Eigentümer der rund 10 867 Quadratmeter großen Fläche herangetreten. „Wir sind als Standortgemeinde stark interessiert, hier eine Lösung zu finden und werden auch weiter danach suchen“, kündigt Rainer Mertens an.

 

Doch Eigentümer des Areals, inklusive des Schulgebäudes, ist der Landkreis Hildesheim: „Wir haben konkret keinen weiteren Interessenten“, teilt Baudezernent Eckhard Speer im Gespräch mit der LDZ mit. Nach den Sommerferien werden die letzten Zehntklässler die Schule verlassen. Dann steht das Gebäude leer. „Wir müssen uns damit beschäftigen und entscheiden, wie wir damit umgehen“, sagt der Baudezernent. Noch aber gebe es keine konkreten Vorstellungen. In jedem Fall soll die Fläche zum Verkauf angeboten werden. Die Sporthalle aber soll in jedem Fall erhalten bleiben.

 

Quelle: Leine Deister Zeitung, 08. April 2014

Veröffentlicht unter 2010